on y go… dakar

14 12 2009

eigentlich hätten wir gestern beschlossen gehabt, dakar zu umgehen – ist halt doch nicht die sicherste stadt auf erden. wir hatten irgendwo gelesen (eigentlich sagt dir das jeder reiseführer), dass man das malivisum auch in banjul beantragen kann, das gambiavisum an der grenze (hab ich schon erwähnt, dass nur ich das brauche?). daniel, der ja schon in gambia ist, sagt, dass die das malivisum nicht rausrücken. ja super, also doch dakar ab morgen. shit happens. dafür haben wir dort massig internet. man muss alles positiv sehen. looool

tja was ging gestern? genau, wir sind vier stunden lang piste gefahren. cooool war’s! ;) von der zebrabar weg, quer durch’s nirgendwo (wirklich im nichts, wir sahen vier stunden lang kein einziges auto!!). so schön, dass es eigentlich wieder kitschig ist… aber so ist afrika in den reisekatalogen… es gibt diese stellen, die da so angepriesen werden, also doch ;) wir haben sie gestern entdeckt – die komplett unangetastete natur. berauschend. es war gigantisch. winzigste dörfchen stehen plötzlich vor dir, tausend kinder kommen angerannt loool. da passieren dann so sachen wie folgt: wir fahren so gemütlich vor uns hin, hochkonzentriert, dass wir in kein loch fahren oder uns a dornbusch erwischt (offenes fenster birgt viele gefahren…), tja und dann musst halt doch mal aufn plan schauen.. bleibst stehen und hörst schon das halbe dorf anmarschieren. kinder voraus versteht sich looool. ist ja immer ganz lustig, aber halt.. ja also auf deutsch: nerven kann’s schon auch manches mal :p. ich sag also noch ganz ruhig zum marcel (die kinder im anlauf): „fahrst bitte los!“ gut, er reagiert nicht – oder halt recht langsam loool. die kinder kamen näher lool und ich sag nochmal, diesmal etwas energischer: „fahr los!“ woraufhin er den motor startet… und was passiert? bingo. auto springt nicht an. looool. wir also gefangen in der horde von kindern… unfreiwillig versteht sich. ABER wir sind ohne bonbonabgaben oder geldspenden rauskommen. ;)

irgendwo auf der hauptstraße sind wir dann rauskommen, und weil’s schon recht spät war sind wir erst gar nicht mehr zu unserem ziel gefahren – zum lac rose sind wir erst heute nachmittag gekommen (die nacht in einem seeeehr ominösen „camping-hotel“ verbracht… wir waren uns ziemlich sicher, dass das ein stundenhotel war… mais bon). davor spielten wir detektiv – wir machten noch a bissi geocache (wer nicht weiß, was des is: google!), haben aber außer einer leeren dose plus zettel mit zwei namen drauf nix gefunden ;( (und das in der hitze!) . aber um nur nochmal auf unsere nettigkeit aufmerksam zu machen: WIR haben in die büchse a taschenlampe, an würfel und an jägermeister (!!) reintan. also der nächste, der des findet, des is a wahrer glückspilz (den jägermeister kann er hier teuer verkaufen…). ja, wir sind schon recht toll *ggg*.

am lac rose angekommen, haben wir gleich mal festgstellt, dass hier einem die leute jeden müll andrehen wollen. zwei mädls sind natürlich nicht von der stelle gewichen (wir konnten leider auch nicht weg, die waren direkt am campplatz, direkt bei unserem auto!) – ich hab dann eh recht viel für mein geld bekommen… aber naja ;) ich kann ja nicht überall was kaufen, brauch mein geld auch noch :p UND was noch lustig ist hier: die rennen auf einen zu, wollen fotografiert werden, drücken dir ihre postadresse in die hand und wollen das foto geschickt haben ;) – mal schauen, ob ich das dann wirklich tu… entwickeln wollt ich eigentlich nix lassen loool.

na wie dem auch sei, der lac rose ist gar nicht so rose, weil wir zur falschen jahreszeit hier sind… aber schön ist es trotzdem hier (braucht wer lebenslangen salzvorrat? wenn ja, dann kann ich hier sicher was klarmachen – der see spendet!). eine nacht (bei den preisen!! die wollten echt 10.000 fcfa haben! jetzt zahlen wir 8000.. auch nicht viel besser. ur teuer!) reicht hier quand même.





noch ein nachtrag ;)

16 11 2009

soda. mittlerweile ist abend – die jungs sind noch quatschen mit anderen transsaharahansln, die sarah schläft oder versucht es zumindest… viele camper vertreiben sich die warterei (cf. visum) mit musik und lautem gequatsche, deswegen… und ich mach mich in dieser pseudo-nächtlichen-ruhe drauf und dran emails zu beantworten, den blog zu schreiben, im auto hausende fliegen zu töten.

heute vormittag: wir vier stehen an der haupstraße am campingplatz. wartend auf ein petit taxi. grand taxi wär besser, weil da passen auch vier leute rein, nicht nur drei. gut. keines von beidem taucht auf. bald wird es uns zu blöd in der hitze und wir gehen zurück, wollen den emo entrümpeln. da kommt uns ein älteres schweizer ehepaar mit monster-wohnwagen (umfunktioniert zu einem wüstenwagen!) entgegen und der marcel, der den schweizern ja mehr als gut gesinnt ist, immerhin hat er dort gewohnt, hat die zwei angehauen, ob wir nicht hinten rein dürfen, damit sie uns in die stadt mitnehmen ;) . wie solche leute halt sind… ab mit uns hinten rein und los gings. ;) gratis-shuttle also in se city of dakhla. die schweizer san halt der totale hit (ge, schweiz!!! ein lob an euch! *g*)!

nach einem suuuuper frühstück mit o-saft (frisch gepresst! ich kauf nie wieder happy day oder so an müll. ich lass mir das von meinen marokkanischen freunden jetzt per express schicken looool), café (moa, war er geil! looool [insider]), kuchen und croissants (da hat man zwar die schokolade erst suchen müssen, aber gut waren’s trotzdem) waren wir gestärkt und marschierten ins cyber; auf deutsch: internet-café. lol, 3h www ist schon die härte an arbeit. ;)

dort mal alles erledigt, was so anfällt, bissi news gelesen, was sonst noch auf der welt passiert (wir kriegen hier nämlich gar nix mit! mir wird der deckel auf den kopf fallen, wenn ich wieder in österreich bin. die unis werden nicht mehr existieren, alle studenten werden ausgestorben sein, alle bacheloren werden mit ihrem pseudotitel auf der straße sitzen… ) und hm ja genau. noch geschaut, ob es organisiert konvois gibt. festgestellt: nööö, gibt es nicht. logisch, bis vor ein paar jahren war das noch pflicht… aber jetzt musst halt allein schauen wie’s geht. am camping san aber massig people die das machen wollen,.. da wird sicherlich wer dabei sein, der sich bereit erklärt mit uns zu düsen ;)

naja und danach? ab ins kopiergeschäft. und das war mal wieder was typisch afrikanisches! ;) einfach nur zum schreien.

kopiergeschäft nummer 1: high-tech-geräte (was man halt hier als high-tech so findet :p) ende nie, aber das kopiergerät geht nicht. aber don’t forget: es ist ein kopiergeschäft. loooooooooooooool

kopiergeschäft nummer 2: hat an kopierer, der auch geht, selbst wenn er mehr kohlrabenschwarze blätter rauslässt als sonst was. loool es hat auch eine nette bedienung, die aber total überfordert ist mit unseren anliegen. ;) wir wollten ja nur drei passseiten (hauptseite, mauretanien-visum, einreisestempel tanger) auf eine dina 4 seite kopiert haben und diese dann wiederum zehnmal. das war zuviel. loool. allein für sarah und daniel, also 20 kopien sind wir ca. ne halbe stunde gestanden. als dann marcel und ich dran waren, war uns klar… es kann sich nur um stunden handeln. looool. aber ich fand’s lustig und außerdem waren sie so bemüht. ehrlich! so nette leute. mei, wie ich hier gern bin.

ja gut. also ich wollt dann 50 kopien meines passes, der marcel wollt überhaupt noch irgendwas anderes… keine ahnung mehr.. und dann, se challenge: farbkopien. loooooool ich hab noch gesagt, des kannst vergessen in dem laden… ABER der chef meinte, er könnts mir einscannen… ob ich an usb-stick hätte. weil wir ja davor im www waren, hatte ich den zufällig dabei und er scannte uns führerscheine, zulassungen, etc.

also zurück zu (bingo!) kopiergeschäft nummer zwei. marcel und ich wollten eben diese unterlagen x-fach ausgedruckt und laminiert. das gab es auch alles, allerdings nicht auf herkömmlichen papier, weil ja der drucker hin war (aber laminieren geht… looool), sondern auf fotopapier. war uns dann auch egal, wir brauchten das ja unbedingt. so. faktum: für ca. 30 kopien oder so, die man hinten und vorne ausdrucken, zusammenkleben und dann pressen musste… ok, es war schon arbeit und sicher auch nicht lustig für die looool, aber… looooooooooool also für diese kopien warteten wir geschlagene zwei stunden (stehend selbstverständlich) im geschäft. loooooooooool. na es war eh lustig und auch hier wieder alle total bemüht und überhaupt. hat alles passt. hakuna matata eben. pole pole wie man im osten so schön sagt. das geilste war der verkäufer nach 1h und 43 minuten: „t’es fatiguée?“ – bist müde? *rofl*

marcels personalausweisE und führerscheinE schauen dermaßen echt aus, vorausgesetzt du hebst sie nicht ins licht ;) du siehst ehrlich kaum an unterschied. meine führerscheinE hingegen.. naja. schauen wir mal, ob die polizei sich damit zufrieden gibt.

aja. ins geschäft kam ein total gestresster belgier, der für sein mauretan.visum passfotos machen lassen musste – auch so ein armer, der jetzt von hier nach rabat fliegen muss, um sich eines ausstellen zu lassen. ist aber echt wild, wie schnell solche änderungen da von statten gehen. am siebten ist er von europa weg, am 8. hat mauretanien das gesetz geändert. mit dem war’s dann auch noch ganz nett, haben kurz geschwatzt und ihm viel glück für die visaausstellung gewünscht ;)

daheim, sprich campingplatz, angekommen haben sarah und daniel bereits angfangen das essen vorzubereiten – es gab heute (aufpassen leutchen, manche von euch regen sich jetzt sicher auf *g*): kamelburger ;) ja, richtig gelesen. kamel. haben am markt kamelhackfleisch gekauft (recht teuer! 80dh für ein kilo), zubereitet und genossen. kann ich jedem nur empfehlen! muss man gegessen haben!

summa summarum ein gelungener tag – wir haben alles in bester ausführung erhalten und gegessen ;)





herzschmerz: tschüssili marokko ;(

16 11 2009

vorgestern ging’s also nach tarfaya – eine der dörfer, wo die ersten transsahara-fahrer aufeinandertreffen. ein ziemlich kleines nest, aber trotzdem bekannt ;) und zwar war hier antoine saint-exupery tätig, flog seine flugzeuge. jedes dorf erzählt so seine geschichte.

ziemlich schnell haben wir das hotel bahja gefunden, vom lonely planet empfohlen. zu unserer begeisterung waren die zimmer um einiges billiger als im buch angegeben.

irgendwann…. in den letzten tagen muss das gewesen sein ;) , habe ich folgende weisheit für ich entdeckt: lebe mit dem sand, sonst kannst dich gleich eingraben. lool. denn er ist überall. eben auch in hotels. logisch eigentlich. aber dran denken tut man davor nicht. und wenn dann die toilette sandverschmiert ist, was aussieht wie.. naja eh scho wissen, super duftet… dann kommt so richtiges afrika-fealing auf.

abgesehen davon, dass die zimmer zwar klein, aber echt süß waren (einfach halt.. aber sauber), habe ich noch dazu die beste tajine gegessen. der koch hat mich dann noch ziegenbutter probieren lassen – riecht wie kuhstall, schmeckt nach ziege. ;) gewöhnungsbedürftig, mais guuuuut.

von mohamed, unserem kellner mit dem ich dann noch bis zwei uhr früh gequatscht habe, habe ich „gelernt“ wie man die tajine richtig isst ;) . ok, klar, man isst hier mit der rechten hand. soweit war ich auch noch. und logisch,… ohne besteck. aber wie genau das geht ;) so einfach ist das „nur-mit-den-fingern-essen“ nämlich gar nicht… wie ich festgestellt hab. ;) für jeden bissen nimmt man ein stück brot; das brot ist mit besteck zu vergleichen – man nimmt die speise damit auf und voilà im mund ist sie. :) die kunst ist halt, dass des essen nicht vom mini-brotstück fällt. ;)

hach, ich wollt gar nimma weg aus marokko. das land ist so toll, die leute ein traum ;) mein herz schmerzte, als wir gestern über 10 stunden durch die wüste in die westsahara düsten, um nach dakhla zu kommen.

auch wenn man nur durch steine fährt, über steine fährt… felsen, die langsam und doch ganz plötzlich zu sand werden… könnte man meinen so eine fahrt ist öd. ist sie nicht. zwischen den steinen sitzt in der ärgsten hitze (für die leute hier ist winter darf man nicht vergessen!) ein tuareq, in seinen blauen farben; man erblickt männer an straßenrändern, die ihr auto im nichts parken, damit sie ihr gebet am boden der wüste sprechen können; freilaufende kamele und solche, die hinten angebunden auf der ablage eines minitrucks chillen, weil sie von a nach b transportiert werden (immer wieder ein bild für götter! riesenkamel kauend auf so am kleinen auto. was gibt’s besseres?); 3 spurige überlandstraßen – man fragt sich: wozu?? soooo viel verkehr ist ja nun auch wieder nicht looool. polizeikontrollen… manche interessiert unser pass wirklich, dann kann’s schon dauern, andere wollen nur an kuli haben oder wollen von sarah und mir nur wissen, ob wir single sind. tja. ;) es waren auch die ersten polizisten mit maschinengewehren auf dieser strecke,… aber eigentlich alle freundlich. bis jetzt ist nix gewesen.;)

wir haben in tarfaya noch kopien unserer passports machen lassen…die gibt man bei den polizeikontrollen ab, damit’s schneller geht… sonst müssen die armen alles per hand abschreiben… die kopie erleichtert die sache für beiden parteien. unsere theorie ist ja, dass die daten gesammelt werden, damit in entführungsfällen gleich festgestellt werden kann, wer durch die kontrolle kam und wer nicht… machen schon an guten und harten job diese polizisten.. in voller montur (und nein, das ist kein t-shirt mit kurzer hose, sondern wunderschöne uniform in dunkelblau/weiß mit handschuhen, hemd,… brutal halt unter solchen klimat. verhältnissen)… sind sie immer wieder toll anzusehen ;)

irgendwann am abend am camping angekommen und gleich festgstellt: haufen an transsahara-menschen ;) . zehn sekunden später wussten wir auch gleich warum. viele von den campern warten bzw. machen station, da sie wieder in den norden müssen: mauretanien hat die einreisebestimmungen geändert. wennst kein visum im voraus hast (bis vor kurzem konntest es noch an der grenze kaufen), musst du den GANZEN weg zurück nach rabat, um dir dort eines ausstellen zu lassen! fuck it hard hatten wir glück! ;)

jetzt heißt’s aber wirklich gas geben; marcel’s visum läuft ende november ab, bis gestern hätten wir’s einfach verlängern lassen an der grenze, wenn sich’s nicht ausgangen wär… aber jetzt ;) schaut die welt wieder anders aus.

naja und jetzt? sind wir aufgestanden (wurden von einem affen begrüßt, der sarah’s milch am frühstückstisch geschlürft hat… anschließend hat er den marcel attackiert… blöde viecher da. noch dazu, wenn sie am campinghans gehören.. blöder touri, der des affenteil gekauft hat… wie sich später rausstellte…), gehen in die stadt, suchen die anmeldestelle für den konvoi, gehen frühstücken, machen nochmal passkopien und der tag is eh wieder vorbei.


p.s.: an dieser stelle mal sorry für das wilde deutsch. ich bin immer ur im stress und ich les die artikel auch nie nochmal durch. muss mich verteidigen: ich bin normalerweise gut in rechtschreibung, grammatik, syntax… (ja, könnt’s mal nachschlagen, was des heißt *gg*) – also sorry. ;)