gestern sind wir also noch zu cheikh in aller herrgottsfrühe (ok, es war 8 uhr *lol*), um dort das letzte chinguettifrühstück einzunehmen… die stimmung war wegen des nahenden abschieds (jawohl, hier steht der genitiv!) wohl eher am boden; da hat selbst matteo, ein italiener, der sich für ein paar tage bei „la rose des sables“ eingenistet hat, nicht mehr viel mit seinem ital. temperament ausrichten können…
egal. der abschied war bitter. soviel dazu. nach dem frühstück haben wir matteo’s zeug in unseren landy gepackt; wir haben ihn nach nouakchott mitgenommen und so ein bisschen spritkosten gespart. außerdem gab’s massig infos über new york, er hat dort 3 jahre gelebt und gearbeitet…
ich denk aber, wir werden ihn noch öfters auf unserem weg richtung südafrika treffen, … dann werd ich ihn noch weiter ausquetschen
.
die fahrt zurück nach nouakchott war ok, auch wenn die polizisten teilweise mit großen gewehren rumliefen bzw. voll penetrant waren… aber ist verständlich, denn wie gesagt… die entführung der drei spanier ist ja noch nicht lange her.
lustig ist es, wenn man die dt. presse liest im www… die behauptet doch glatt, dass seither jedes auto kontrolliert werden würd… looooooooooooooooooooooooooooool. so ein BLÖDSINN! also wer diese berichterstattung für die reine wahrheit hält, forget it!
naja. whatever.
auf dem weg trafen wir auf einen deutschen, der mit seinem rad unterwegs war… eben in dieselbe richtung… der war ur verzweifelt, weil sein benzinkocher mit dem afrikanischen benzin nicht funzte *loool* – gutmütig, großherzig und freundlich wie wir sind, hat er unser altes (noch aus deutschland) bekommen…
so hilft halt jeder jedem on the route. :p
back in nouakchott schnell essen gegangen, autodachzelt aufgebaut, ins internet. dort altbekannte leute begrüßt und adressen austauscht.
die fahrt richtung st. louis im senegal hat schon mal abenteuerlich begonnen… unser gps hat uns kreuz und quer durch nouakchott geschickt,… was aber irgendwie cool war, weil wir dadurch nochmal das richtige großstadtleben inkl. markt zu spüren bekamen. dazu gehört natürlich auch das tagtägliche chaos auf den „straßen“… marcel passt sich ziemlich gut an: fährt wie sau, bremst kaum und weicht im letzten moment rechts im straßengraben aus. *lol* nur: ein selbstgemaltes nummernschild hat er noch nicht. aber das kommt sicher noch *rofl* (wenn er das jetzt liest, darf ich mir was anhören… :p)
ein gutes stück der strecke richtung grenze besteht nur aus pistenfahrerei… ziemlicher spaß, aber auch extrem anstregend… wenn der kühli die reise überlebt, dann hut ab vor dieser technik… (thank god ist marcel gefahren *loool* ich konnt also die extrem geniale landschaft genießen… erinnerte an tansania und seine steppenlandschaft… dazwischen viel grün mit unendlichen weiten in denen riesen schwärme an rosa flamingos in die lüfte steigen… UND noch was wichtiges: kühe haben kamele abgelöst *loool*).
ich bin im auto gesessen, musik im hintergrund… und in gedanken versunken konnt ich mein glück gar nicht fassen. wenst amal so weit bist, dassd vor glück nur noch heulen könntest
dann glaub ich…. dann ist dein leben perfekt…
naja. auf alle fälle fahrst ewig in einem nationalpark rum (dazu zahlst 4000UM.. viel zu viel, aber naja… bittesehr)…. bis du halt zur grenze kommst.. (bin grad zu faul, um den namen des parks nachzuschlagen). ist gar nicht so easy, da gibt’s an fleck, wost einfach nicht mehr weißt in welche richtung… gps versagt auch kläglich loooool.. wir hatten aber wieder mal glück und mussten nicht ewig und drei tage in der pampa rumdüsen…, denn zwei ältere franzosen waren schon vor uns dort und haben sich verfahren
wir trafen sie auf dem rückweg und so war’s für uns ein leichtes den richtigen weg zu finden :p.
was die grenze angeht: wir haben uns für diama entschieden, rosso soll übelst korrupt sein… da kursieren geschichten… von wegen du musst an einen einzigen beamten €200 zahlen, sonst kommst nicht drüber.
zu unserer verwunderung war’s echt easy auszureisen bzw. einzureisen. der eine beamtenhansl bei der ausreise wollte geld von mir… dann hab ich ihm erklärt, dass wir keines hätten, weil wir kan bankomaten auftreiben haben können. hab dann gesagt, er könnte sonst was haben… woraufhin er meinte, ich soll halt mit irgendwas zurückkommen (cadeau halt wiedermal.. ganz was neues). gut, also… weil der herr das nicht anders wollte.. bin ich mit cafébohnen zurück ins beamtenhäuschen. hab ihm lang und breit erklärt wie wertvoll diese bohnen sind,… original italienischer café… kriegt man nicht in mauretanien. *looool* so ganz happy war er zwar nicht, und er hat mich dann noch dreimal ins auto zurückgeschickt, um 120.000 verschiedene unterlagen zu bekommen.. völliger schwachsinn,.. der wollt das nur rauszögern. schlussendlich hat er auch noch 5 stylos bekommen und er war glücklich.
dann kommst weiter zu so einem schranken. senegal. um diese brücke, oder was auch immer das darstellen sollte, zu überqueren zahlst (achtung!) 8 (!) euro (!). da fragst dich halt echt: wie zum geier wollen die bitte in euro rausgeben? ja bingo. schnell mal kopfrechnen und gut is gangen. wir haben halt so an minimalbetrag in cfa rausbekommen.. uns war eh scho alles egal *lol*.
dort vorbei, ab zur polizei (hey, ein reim!). die wollten mir mal gleich ein visum andrehen, weil australia und austria is ja des gleiche nicht. weil sie mir nicht glaubt haben, dass ich keines brauch… habens tausend bücher rauszogen, um das zu überprüfen. und weil das ja ach-so-anstrengend ist… *lol* wollten beide (ja für diesen job benötigt man ZWEI angestellte) jeweils 10 euro haben. mit meinen tollen blauen augen *lool* hab ich aber erreicht, dass 10 euro für beide ok waren…
der douane war auch super. weil der typ vom zoll ausgschaut hat wie ein fuzzi, der dir zeitungen andrehen will, hat der marcel sich geweigert die hintertüre des autos aufzumachen… der hansl ist natürlich fast auszuckt, weil wir seine autorität total untergraben haben *loool*. ja soll er sich seine uniform gscheid anziehen, dann erkennst auch, dass er dort arbeitet… :p.
dort sind wir mit 2000um und €5 durchgekommen…. der typ war auch nicht so happy, aber was willst machen… wir hatten ja kein geld mehr :p.
kaum über der grenze (sind also summa summarum recht billig wegkommen… und noch dazu ging alles ziemlich schnell über die bühne) sind wir von der straße ab und haben uns geiles mayonnaise-ei-brot gemacht (rezept von sidi *lol*). ur ungesund, aber ergiebig
danach brauchst stundenlang nix mehr.
gestärkt und getränkt ging’s dann weiter richtung st. louis – auf asphaltierter straße (unglaublich tolles feeling, wennst da aus mauretanien einreist *gg* und ein noch tolleres feeling ist die tatsache, dass ich endlich wieder meine mastercard verwenden kann.. in mauretanien ging nur visa; ich war ur abhängig vom marcel). zwei sachen, die sofort ins auge sprangen: minikrokodil am straßenrand und extrem genaue polizisten (seit europa nicht mehr gesehen), die sogar die sicherheitsgurte UND die bremslichter inspiziert haben…. incroyable!
st. louis ist ein schlag ins gesicht, wennst aus nouakchott kommst. gegenteiliger können zwei städte glaub ich gar nicht sein. hier hast überall musik (die ins ohr geht… nicht so wie die mauretanische musi), farben über farben, wost hinschaust ein gewimmel an leutenm vor allem kinder. boote und fische überall. ein gewusel ohne hektik. das ist der springende punkt.
wir haben den unterschied deswegen so zu spüren bekommen, weil wir uns (wiedermal) verfahren hatten, mitten im wohngebiet gelandet sind… und somit im komplett falschen stadtteil rumgecruist sind – dreimal falsch abgebogen, zweimal rückwärts wieder raus, irgendwann haben wir den campingplatz (auf der anderen seite des flusses) aber gefunden
. der bekanntere ist die „zebrabar“, von einem schweizer geführt, mitten im nationalpark… aber wir haben uns erstmal für den „océan“ entschieden (haben dort das niederländische pärchen wiedergetroffen, das mit der ente richtung ghana unterwegs ist), der nah an der stadt liegt und sogar wifi hat. luxus pur. des weiteren bietet er freilaufende riesenkrabben, riesenfalter und jede menge moskitos. du bist also immer am hüpfen, damitst die krabben nicht niedertrittst, oder am wachteln, damit die falter verschwinden oder aber am dich-selbst-verprügeln, weil du moskitos zerklatscht. aber solang’s keine krokos gibt, ist mir eh scho alles egal
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