tears and we go on

6 12 2009

gestern sind wir also noch zu cheikh in aller herrgottsfrühe (ok, es war 8 uhr *lol*), um dort das letzte chinguettifrühstück einzunehmen… die stimmung war wegen des nahenden abschieds (jawohl, hier steht der genitiv!) wohl eher am boden; da hat selbst matteo, ein italiener, der sich für ein paar tage bei „la rose des sables“ eingenistet hat, nicht mehr viel mit seinem ital. temperament ausrichten können…

egal. der abschied war bitter. soviel dazu. nach dem frühstück haben wir matteo’s zeug in unseren landy gepackt; wir haben ihn nach nouakchott mitgenommen und so ein bisschen spritkosten gespart. außerdem gab’s massig infos über new york, er hat dort 3 jahre gelebt und gearbeitet… ;) ich denk aber, wir werden ihn noch öfters auf unserem weg richtung südafrika treffen, … dann werd ich ihn noch weiter ausquetschen ;) .

die fahrt zurück nach nouakchott war ok, auch wenn die polizisten teilweise mit großen gewehren rumliefen bzw. voll penetrant waren… aber ist verständlich, denn wie gesagt… die entführung der drei spanier ist ja noch nicht lange her.

lustig ist es, wenn man die dt. presse liest im www… die behauptet doch glatt, dass seither jedes auto kontrolliert werden würd… looooooooooooooooooooooooooooool. so ein BLÖDSINN! also wer diese berichterstattung für die reine wahrheit hält, forget it!

naja. whatever.

auf dem weg trafen wir auf einen deutschen, der mit seinem rad unterwegs war… eben in dieselbe richtung… der war ur verzweifelt, weil sein benzinkocher mit dem afrikanischen benzin nicht funzte *loool* – gutmütig, großherzig und freundlich wie wir sind, hat er unser altes (noch aus deutschland) bekommen… ;) so hilft halt jeder jedem on the route. :p

back in nouakchott schnell essen gegangen, autodachzelt aufgebaut, ins internet. dort altbekannte leute begrüßt und adressen austauscht.

die fahrt richtung st. louis im senegal hat schon mal abenteuerlich begonnen… unser gps hat uns kreuz und quer durch nouakchott geschickt,… was aber irgendwie cool war, weil wir dadurch nochmal das richtige großstadtleben inkl. markt zu spüren bekamen. dazu gehört natürlich auch das tagtägliche chaos auf den „straßen“… marcel passt sich ziemlich gut an: fährt wie sau, bremst kaum und weicht im letzten moment rechts im straßengraben aus. *lol* nur: ein selbstgemaltes nummernschild hat er noch nicht. aber das kommt sicher noch *rofl* (wenn er das jetzt liest, darf ich mir was anhören… :p)

ein gutes stück der strecke richtung grenze besteht nur aus pistenfahrerei… ziemlicher spaß, aber auch extrem anstregend… wenn der kühli die reise überlebt, dann hut ab vor dieser technik… (thank god ist marcel gefahren *loool* ich konnt also die extrem geniale landschaft genießen… erinnerte an tansania und seine steppenlandschaft… dazwischen viel grün mit unendlichen weiten in denen riesen schwärme an rosa flamingos in die lüfte steigen… UND noch was wichtiges: kühe haben kamele abgelöst *loool*).

ich bin im auto gesessen, musik im hintergrund… und in gedanken versunken konnt ich mein glück gar nicht fassen. wenst amal so weit bist, dassd vor glück nur noch heulen könntest ;) dann glaub ich…. dann ist dein leben perfekt…

naja. auf alle fälle fahrst ewig in einem nationalpark rum (dazu zahlst 4000UM.. viel zu viel, aber naja… bittesehr)…. bis du halt zur grenze kommst.. (bin grad zu faul, um den namen des parks nachzuschlagen). ist gar nicht so easy, da gibt’s an fleck, wost einfach nicht mehr weißt in welche richtung… gps versagt auch kläglich loooool.. wir hatten aber wieder mal glück und mussten nicht ewig und drei tage in der pampa rumdüsen…, denn zwei ältere franzosen waren schon vor uns dort und haben sich verfahren ;) wir trafen sie auf dem rückweg und so war’s für uns ein leichtes den richtigen weg zu finden :p.

was die grenze angeht: wir haben uns für diama entschieden, rosso soll übelst korrupt sein… da kursieren geschichten… von wegen du musst an einen einzigen beamten €200 zahlen, sonst kommst nicht drüber.

zu unserer verwunderung war’s echt easy auszureisen bzw. einzureisen. der eine beamtenhansl bei der ausreise wollte geld von mir… dann hab ich ihm erklärt, dass wir keines hätten, weil wir kan bankomaten auftreiben haben können. hab dann gesagt, er könnte sonst was haben… woraufhin er meinte, ich soll halt mit irgendwas zurückkommen (cadeau halt wiedermal.. ganz was neues). gut, also… weil der herr das nicht anders wollte.. bin ich mit cafébohnen zurück ins beamtenhäuschen. hab ihm lang und breit erklärt wie wertvoll diese bohnen sind,… original italienischer café… kriegt man nicht in mauretanien. *looool* so ganz happy war er zwar nicht, und er hat mich dann noch dreimal ins auto zurückgeschickt, um 120.000 verschiedene unterlagen zu bekommen.. völliger schwachsinn,.. der wollt das nur rauszögern. schlussendlich hat er auch noch 5 stylos bekommen und er war glücklich.

dann kommst weiter zu so einem schranken. senegal. um diese brücke, oder was auch immer das darstellen sollte, zu überqueren zahlst (achtung!) 8 (!) euro (!). da fragst dich halt echt: wie zum geier wollen die bitte in euro rausgeben? ja bingo. schnell mal kopfrechnen und gut is gangen. wir haben halt so an minimalbetrag in cfa rausbekommen.. uns war eh scho alles egal *lol*.

dort vorbei, ab zur polizei (hey, ein reim!). die wollten mir mal gleich ein visum andrehen, weil australia und austria is ja des gleiche nicht. weil sie mir nicht glaubt haben, dass ich keines brauch… habens tausend bücher rauszogen, um das zu überprüfen. und weil das ja ach-so-anstrengend ist… *lol* wollten beide (ja für diesen job benötigt man ZWEI angestellte) jeweils 10 euro haben. mit meinen tollen blauen augen *lool* hab ich aber erreicht, dass 10 euro für beide ok waren… ;)

der douane war auch super. weil der typ vom zoll ausgschaut hat wie ein fuzzi, der dir zeitungen andrehen will, hat der marcel sich geweigert die hintertüre des autos aufzumachen… der hansl ist natürlich fast auszuckt, weil wir seine autorität total untergraben haben *loool*. ja soll er sich seine uniform gscheid anziehen, dann erkennst auch, dass er dort arbeitet… :p.

dort sind wir mit 2000um und €5 durchgekommen…. der typ war auch nicht so happy, aber was willst machen… wir hatten ja kein geld mehr :p.

kaum über der grenze (sind also summa summarum recht billig wegkommen… und noch dazu ging alles ziemlich schnell über die bühne) sind wir von der straße ab und haben uns geiles mayonnaise-ei-brot gemacht (rezept von sidi *lol*). ur ungesund, aber ergiebig ;) danach brauchst stundenlang nix mehr.

gestärkt und getränkt ging’s dann weiter richtung st. louis – auf asphaltierter straße (unglaublich tolles feeling, wennst da aus mauretanien einreist *gg* und ein noch tolleres feeling ist die tatsache, dass ich endlich wieder meine mastercard verwenden kann.. in mauretanien ging nur visa; ich war ur abhängig vom marcel). zwei sachen, die sofort ins auge sprangen: minikrokodil am straßenrand und extrem genaue polizisten (seit europa nicht mehr gesehen), die sogar die sicherheitsgurte  UND die bremslichter inspiziert haben…. incroyable!

st. louis ist ein schlag ins gesicht, wennst aus nouakchott kommst. gegenteiliger können zwei städte glaub ich gar nicht sein. hier hast überall musik (die ins ohr geht… nicht so wie die mauretanische musi), farben über farben, wost hinschaust ein gewimmel an leutenm vor allem kinder. boote und fische überall. ein gewusel ohne hektik. das ist der springende punkt.

wir haben den unterschied deswegen so zu spüren bekommen, weil wir uns (wiedermal) verfahren hatten, mitten im wohngebiet gelandet sind… und somit im komplett falschen stadtteil rumgecruist sind – dreimal falsch abgebogen, zweimal rückwärts wieder raus, irgendwann haben wir den campingplatz (auf der anderen seite des flusses) aber gefunden ;) . der bekanntere ist die „zebrabar“, von einem schweizer geführt, mitten im nationalpark… aber wir haben uns erstmal für den „océan“ entschieden (haben dort das niederländische pärchen wiedergetroffen, das mit der ente richtung ghana unterwegs ist), der nah an der stadt liegt und sogar wifi hat. luxus pur. des weiteren bietet er freilaufende riesenkrabben, riesenfalter und jede menge moskitos. du bist also immer am hüpfen, damitst die krabben nicht niedertrittst, oder am wachteln, damit die falter verschwinden oder aber am dich-selbst-verprügeln, weil du moskitos zerklatscht. aber solang’s keine krokos gibt, ist mir eh scho alles egal ;)





planänderung… sidi sei dank

25 11 2009

jetzt endlich mal wieder post von mir… die letzten tage werde ich nur kurz resümieren, weil wir eigentlich nicht viel in nouakchott gemacht haben; ich hab super kontakte geknüpft :) (sepp aus österreich war da, ein zufallsbekannter von marcel, der uns milkaschokolade mitbracht hat… und ein ziemlich cooler neuseeländer, der mit uns die letzten tage verbracht hat…) und nen job an der uni hier angeboten bekommen (am english departement). wie seriös das angebot dann allerdings wäre,… weiß ich (noch) nicht *lol*. denn zuerstmal die größte neuigkeit vorweg: marcel und ich bleiben noch ne zeit in mauretanien, genauer gesagt: in der wüste. um alles relativ kurz zu halten bzw. um nicht all zu viel privates in den blog zu bringen (nicht das, was ihr jetzt denkt… *lol*), werd ich das in einem satz erklären: mit sidi, den ich hier in der auberge kennengelernt habe, bin ich die letzten zwei tage ur oft in der stadt rumgehangen und ja ;) stundenlang nur gequatscht, gequatscht, gequatscht… als er dann meinte, ich könnte einfach mitkommen auf so einer touri-tour und dem koch bei dem trip helfen, also quasi gratis mitreisen, hab ich mir mal dacht, dass ich das echt machen könnte… vielleicht sollt ich noch erwähnen, dass er touri-guide ist… also nicht irgendein dahergelaufener… *lol*. natürlich konnt ich nicht einfach so von einer sekunde auf die andere sagen: „hallo gruppe, ich bin dann mal weg und bleib bis anfang februar in mauretanien“ (hab ja so lange visum…); ich hab mal mit marcel gesprochen, dass ich überlege ein bisschen hierzubleiben und später nach mali nachzukommen… einfach weil ich mir dachte: wann kriegst du jemals wieder die möglichkeit mit einem einheimischen so ne geniale tour zu machen? (ok, ich seh schon, ihr haltet mich für komplett irre!) so lange du willst mit kamelen durch die wüste reiten? :p wie geil ist das denn??? naja und weil marcel im gegensatz zu den anderen ur begeistert war kommt er jetzt mit. also sind wir zu dritt… sidi, marcel und ich… und ich „muss“ nicht arbeiten (sprich kochen *gg*), sondern das ganze läuft „privat“ (ich will kein wort von euch hören!). dafür musste marcel sein visum verlängern, was innerhalb von wenigen stunden erledigt war (man muss sogar fingerprints abgeben… ) und die autoversicherung nochmal erneuern, wir hatten die ja nur für zehn tage. sidi ist mit ihm mit, hat eigentlich alles für ihn geregelt.. tja und wennst an einheimischen dabei hast, hast eh schon gewonnen.

während daniel und sarah also richtung senegal unterwegs sind, haben meine zwei jungs alle bürokratischen angelegenheiten erledigt. und wo war ich? tja. im bett. mir ging’s furchtbar und ich weiß gar nicht warum. brechreiz über ne stunde, kopfweh, bauchweh, übelkeit… gschickter weise hab ich halt in den letzten zwei tagen genau sechs stunden geschlafen… kommt davon, wenn man so viele leute kennenlernt *loool* – tee trinken bis drei/fünf uhr in der früh… ;) das kost zeit. also schlafdefizit plus halb krank-sein… wiedermal ne geile kombi. ich lieg also da mit extremen schädlweh bei keine ahnung wieviel grad hitze im bett rum und mir ist (achtung!) kalt. ok teilweise. wechselt halt ab. *gg* kaltheiß, heißkalt. solang ich aber noch ansatzweise lachen kann (sidi sorgt dafür *g*), wird’s schon nicht so wild sein. morgen sollt ich fit sein, da wollten wir unseren trip starten… hab ich schon erwähnt, dass wir die gesamten 600 km wieder zurückfahren, die wir grad vor vier tagen oder so runtergekommen sind? crazy? yes, we are. ;) aber so muss ne reise sein.. immer spontan, immer unberechenbar, immer voller abenteuer. und dank sidi’s geschichten und offenheit tauch ich grad ganz tief in diese kultur ein. interessanter geht’s gar nimma.

what else… ja also. nur noch zur weiteren erläuterung (ich bin krank, man erwarte sich nicht zu viel an logik in diesem text). wir hätten ja heute fahren sollen. und vorgestern hat sidi mir seine visitenkarte gegeben,… mit den worten: „i’m looking for more professional ones.“ naja und was lag dann mehr auf der hand als dass ich ihm 100 stück frisch gedruckte visitenkarten (also quasi professionelle) als überraschung geschenkt habe. ;) ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie sehr ihn das gefreut hat. na er ist ja schon ein lustiges kerlchen, hat sich’s verdient ;) .

so. dann werd ich mich mal ins www café quälen, aber davor noch fiebermessen (und nur zur beruhigung… laut thermometer: kein fieber *gg*).

p.s.: nouakchott ist sonst nicht so der renner,… der fischerhafen ist gigantisch… gut, dass ich dort schon war und nicht heute mit meiner übelkeit dorthin musste… ;) aber zu sehen wie die leute bei einem deartigen wellengang die boote in das wasser bringen und v.a. wieder rausziehen… hut ab kann man da nur sagen!





barbara, se flirting translator

19 11 2009

heute ging’s auf zum cap blanc. ein nationalpark (paradox: überall aufgelaufene, alte schiffe, die einfach da im park am strand liegenbleiben und kein mensch kommt auf die idee, dass das gar nicht konform geht mit einem geschützten park!!), der einen guten ruf in dieser gegend hat… eigentlich bekannt für seine robben. das lustige ist ;) wir sind ja auch wegen der robben hin. der dortige ranger hat uns aber während der tour (alles auf frz. auf den tafeln, der guide selbst sprach stockend frz und ja.. ich hatte mehr arbeit als er.. also man kann auch locker ohne ihn durchgehen, weil viecher, die er erklären müsste, siehst eh keine bei der hitze!) mal aufgeklärt. und zwar: die große robbenkolonie ist gar nicht in diesem gebiet, sondern in einer militärsperrzone. looooooooooooooool. im park selbst sind nur zwei bis drei und wennst glück hast, siehst eine. – wir hatten glück ;) am ende der „tour“ gab’s noch ein mini museum (wirkl. klein, aber high-tech!!); der arme angestellte musste 1001 fragen zum thema „robbe“ beantworten,weil wir ihn so gelöchert haben. ;)

back im camping haben wir nur noch gechillt und endlich gleichgesinnte getroffen: aussteiger (wie zum bsp tim aus birmingham, seit 3,5 jahren alleine mit seinem motorrad unterwegs; düst auch am selben weg wie wir nach south africa), halbirre (zwei holländer,… ein pärchen, das mit ner ente durch westafrika flitzt) und nen schotten mit nem iren…(beide wollen ganz runter) ne tödliche kombi, wenn man versucht etwas von ihrem englisch zu verstehen ;)

denen haben wir auch nochmal die geschichte mit dem polizisten erzählt. das wird jetzt auch eure gute-nacht-story, denn es ist schon spät hier und ja ;) die barbara muss ins bettchen. also: es war einmal marcel und barbara in einem landrover. lustig fuhren sie durch die straßen von nouadhibou, als sie plötzlich von einem polizisten an die seite gerufen wurden. 6000um strafe, weil der rückspiegel nicht frei war und weil die scheiben des autos verdunkelt waren. laut neuem gesetz in mauretanien müssen die scheiben durchsichtig sein. ja looool. barbara setzte die flirtwaffe ein und siehe da, sie hatte erfolg ;) .

um es kurz zu machen ;) er ließ uns mit folgenden worten gehen: „weil du mit deinem freund noch nicht verheiratet bist darfst weiterfahren ohne zu zahlen. wenn ich euch das nächste mal aufhalte und du bist verheiratet, dann muss die strafe beglichen werden. wenn ich mit dir noch weiterquatsche wird dein freund vielleicht noch eifersüchtig. am besten ist wohl, ich geh wieder an die arbeit.“

ich natürlich mein glückstrahlendes zahnpastalächeln aufgesetzt und weggedüst sind wir ;) … man hat’s leicht hier als frau :ppp und das geile ist ja immer: der marcel checkt nie, dass er mein pseudo-verlobter ist, weil er ja kein frz spricht. bin nämlich draufkommen wie geschickt es ist zu sagen, dass er zwar mein freund ist, aber wir noch nicht verheiratet sind… da wimmelt man die männer hier nur sofern ab, als dass sie zwar ein bisschen mehr abstand halten, aber immer noch alles für einen erledigen ;) .

ach jetzt fällt mir noch ein… während wir uns, marcel und ich, der chillphase hingaben, waren daniel und sarah auf einem hiphop-konzert. korrekterweise muss man sagen, sie haben versucht reinzukommen… aber weil dort erstens so ein dermaßiges gedränge war und die verantwortlichen mit den härtesten mitteln durchgriffen haben und weil sie zweitens von kleinen rotzbengeln aufs ärgste beschimpft wurden… waren die beiden schneller wieder im camp als gedacht.

jetzt aber endgültig adios. mir fallen die augen zu.